06/2019 - Blog Markus Schrade - Kräuter- u. Naturwanderungen Markus Schrade

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Acker-Stiefmütterchen hilft bei Hautkrankheiten

Kräuter- u. Naturwanderungen Markus Schrade
Herausgegeben von in Kräuter ·
Tags: AckerStiefmütterchenviolaarvensisHautkrankheitenentzündungshemmendjuckreizlinderndTinkturAckerunkraut


Hallo liebe Kräuter-und Naturfreunde,  

aus sozusagen gegebenem Anlass möchte ich die Gelegenheit nutzen und auf Folgendes hinweisen:

Es geht um ein schönes und heilkräftiges Kraut. Diejenigen, die bereits am Worskshop zur Herstellung von Tinkturen, Cremes und Salben teilgenommen haben, dürften sich noch daran erinnern.
Die Rede ist vom Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis), dass bereits seit ca 4 Wochen in voller Blüte steht. Es ist eine der Urformen der bekannten Garten-Stiefmütterchen, die (so gut wie) keine der heilwirksamen Inhaltsstoffe mehr enthalten, da diese durch die etlichen Züchtungsvorgänge verloren gingen.
Die verschiedenen Inhaltststoffe des Acker-Stiefmütterchen helfen bei verschiedenen Beschwerden wie Husten, Entzündungen im Mund/Rachen und auch vor allem bei diversen Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Ekzeme/Entzündungen. Letztgenannte sind natürlich der Grund, warum ich Auszüge in Hautcremes verarbeite.
Wer von den Heilwirkungen (zukünftig) profitieren möchte, sollte daher in den nächsten Tagen sammeln gehen. (Ich habe bereits gesammelt und Tinkturen angesetzt.) Zumal es extrem schwierig bis unmöglich ist, im Handel getrocknetes Kraut zu bekommen.
Das Acker-Stiefmütterchen war früher ein sehr häufiges sogenanntes Ackerunkraut. Aber aufgrund der katastrophalen Entwicklung der Landwirtschaft mit den starken Herbizid/Pestizid-Einsätzen und Monokulturen wurde dieses Kraut wie viele andere stark verdrängt. Aber man findet es noch auf trockenen Wiesen, Wegrändern und Ruderalstellen. (z.B. im Käfertaler Wald und Dossenwald). Aber auch noch (oder wieder) vereinzelt an Rändern von Äckern/Feldern. Allerdings sollte man, wenn man vor hat am Ackerrand zu sammeln, sich darüber vorab informieren, ob der jeweilige Acker biologisch bzw. wie er bewirtschaftet wird.

Hier noch 2 Hinweise/Tipps:

A) Bestimmung:
Nicht verwechseln mit dem Wilden bzw. Dreifarbigen Stiefmütterchen (Viola tricolor) ! Dieses sieht Viola arvensis sehr ähnlich und wird auch öfter mal verwechselt. In der Regel hat V. tricolor etwas größere Blüten und ist insgesamt größer und kräftiger. (Auf weitere Beschreibungen verzichte ich hier, da es genug Infos hierzu im Netz und Literatur gibt). Viola tricolor hat im Prinzip die gleichen Wirkungen und entsprechende Anwendungsmöglichkeiten wie Viola arvensis. Aber Viola arvensis ist auf jeden Fall wirkungsvoller, zumindest was die Hautkrankheiten betrifft. Und wenn man im Handel bzw. Apotheke nach (Acker-)Stiefmütterchen fragt, bekommt man in der Regel nur Viola tricolor angeboten.
--->> Hier zeigt sich wieder warum es so wichtig ist, mit den lateinischen Namen zu arbeiten.

B.) Tinktur ansetzen:
Grundsätzlich sind für Tinkturen ja diverse im Handel erhältliche alkoholische Getränke ab 35 % aufwärts verwendbar. (z.B. Vodka, Rum, Korn, Grappa, etc.)
Aber für eine Tinktur vom Acker-Stiefmütterchen empfehle ich, ausschließlich Doppelkorn (oder natürlich Ethanol aus der Apotheke) zu verwenden, da dieser von den ganzen Spirituosen noch am geschmacks- bzw. geruchsneutralsten ist. So kann man das einzigartige Aroma, dass u.a. durch Salicylsäuremethylester hervorgerufen wird, konservieren. Und in diesen Verbindungen steckt natürlich auch ein Teil der Heilwirkung. (entzündungshemmend und juckreizlindernd) Demzufolge ist es sowieso besser, selbst zu sammeln und das frische Kraut für Tinkturen (oder andere Auszugsvarianten) zu vewenden.


Die beigefügten Fotos sollen als erste Orientierung dienen.
Sollten noch Fragen auftauchen, könnt ihr euch natürlich gerne bei mir melden.


Mit freundlichen Kräutergrüßen
Markus Schrade






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