Konsumverhalten - Naturschutz beginnt zu Hause - Kräuter- u. Naturwanderungen Markus Schrade

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Konsumverhalten - Naturschutz beginnt zu Hause

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Nahrung
Wir sollten auf Produkte aus der konventionellen Agrarwirtschaft (weitestgehend) verzichten und anstatt dessen zu Erzeugnissen greifen, die aus ökologischem Anbau (kbA) bzw. ökologischer Haltung oder dem eigenen Garten/SoLawi oder eigener Sammlung stammen. Und hier wiederum sollte man möglichst darauf achten, dass die Produkte ein Label von einem Bioverband (wie z.B. Demeter oder Bioland) haben, denn beim einfachen EU-Biosiegel steckt leider nicht all zu viel Bio drin. Mit jedem Cent, den wir für konventionelle Produkte ausgeben, unterstützen wir die (meistens) zerstörerische Art der industriellen Landwirtschaft. (Die Rote-Liste-Stati der Pflanzen auf der voran gegangenen Website 'Naturschutz' haben wir unter anderem auch der "modernen"/konventionellen Landwirtschaft zu "verdanken". Beim Klicken auf die Fotos gibt's noch ein paar Infos !)

Des Weiteren sollte unsere Nahrung grundsätzlich aus einem hohen Anteil von regionalen & saisonalen
Erzeugnissen bestehen. Auf stark verarbeitete Lebensmittel bzw. Fertigprodukte sollte verzichtet werden. Dies kommt auch sehr unserer Gesundheit zu Gute. Die heimische Natur stellt uns eigentlich zu jeder Jahreszeit alles zur Verfügung, was wir brauchen. Wer viel heimische Wildpflanzen isst, ernährt sich automatisch regional & saisonal. Klar, sich komplett regional u. saisonal zu ernähren, ist nicht einfach und kann schon eine Herausforderung sein. Da würde Etliches wegfallen, auch Produkte, die für uns als selbstverständlich gelten wie Schokolade oder Kaffee. Aber...
  • müssen es im Sommer Orangen oder Weintrauben aus Südafrika sein ?
  • müssen es Kiwis aus Neuseeland sein ?
  • muss es jeden Tag eine Banane sein ?
  • müssen es im Frühling Erdbeeren aus aus Südspanien (Huelva) oder Marokko sein ?
  • müssen es im Winter Tomaten aus Spanien sein? Müssen......????
  • .....
Man könnte die Liste noch beliebig fortsetzten. Es ist auch schade, dass die Bio-Läden bei diesem Irrsinn mitmachen.
Und gerade in den meisten südlichen Ländern, wo diese Produkte, die wir meinen konsumieren zu müssen, angebaut werden, herrscht sowieso schon Wassermangel und unser gedankenloser und maßloser Konsum verschärft die Problematik in diesen Ländern sehr. Und außer der Natur vor Ort leiden natürlich auch die Menschen; in vielerlei Hinsicht. Der Mangel an (sauberem) Trinkwasser ist nur ein Problem von vielen....

Und noch ein paar Sätze an die Kritiker, die nun sagen, dass es in Deutschland gar nicht genug Agrarfläche gibt, um die gesamte Bevölkerung in Deutschland zu ernähren: In der aktuellen, derzeitigen Form wäre das in der Tat nicht möglich. Dazu bedarf es eines grundsätzlichen Wandels in Landwirtschaft und Gesellschaft. Würden wir z.B. anstatt Futterpflanzen (, die für Masttiere bestimmt sind, welche wir dann essen), Pflanzen anbauen, die Menschen direkt essen können - also ohne Umweg über das Tier - und entsprechend den Fleischkonsum und somit die Massentierhaltung reduzieren, wäre schon eine Menge getan. Zudem kaufen wir meist mehr, als wir eigentlich brauchen bzw. verzehren können und der Rest landet dann auf dem Müll. Es gibt also einige Möglichkeiten, wo man ansetzen sollte und müsste...


Wasser
Sorgsam/sparsam mit unserem kostbarsten Gut umgehen. Dem (Trink-)Wasser. Allein mit einem Wasserspar-Spülkasten am WC ist es noch nicht getan. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, wie man Wasser sparen kann. Hier kann jeder mal selbst für sich überlegen, wo noch Einsparpotential liegt. Und dazu gehört nicht nur der direkte Wasserverbrauch, sondern auch der indirekte. Womit wir wieder beim Konsumverhalten generell landen. Denn die Herstellung vieler Produkte unseres Alltags wie z.B. Autos, Textilien, bestimmte Agrarprodukte (z.B. Avocado, etc.*) ist sehr wasserintensiv.

Es gäbe noch viel mehr zu schreiben....



* Beispiele Wasseverbrauch: 1 kg Avocados (entspricht 3-5 Avocados): 2000 l, 1 T-Schirt: mind. 2700 l, 1 Jeans: 8000 l, 1 Auto: ca 380.000 l, 1 kg Rindfleisch: 11.000-20.000 l (je nach Quelle)

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